Wir erlebten Sommer, in denen Tage und Nächte endlos schienen. Wir waren jung genug, um völlig in ihnen aufzugehen, und gerade alt genug, um zu wissen, dass dies das gute Leben war.
Es gibt eine besondere Art von Tag, die nur im Urlaub existiert. Er hat keine Grenzen. Er beginnt irgendwann am späten Vormittag und geht einfach in den Nachmittag, in den Abend, in die warme Dunkelheit über, und zu keinem Zeitpunkt schlägt jemand vor, dass er enden sollte.
Solche Sommer hatte ich in Spanien. Tage, die sich in Abende auflösten, die sich in Nächte am Wasser auflösten. Wir waren jung genug, um ganz in ihnen zu leben, und gerade alt genug, um irgendwo unter der Sorglosigkeit zu wissen, dass dies der gute Teil war. Dass diese spezifische Leichtigkeit, Salzwasser, warmer Stein, die ganze noch offene Nacht, nichts war, woran man festhalten konnte. Nur bewohnen, für jetzt.
Wir schwammen nachts. Das Wasser war dunkel und warm, und die Uferlichter erreichten uns kaum. Es hatte nichts Verantwortliches an sich, und genau das war der Punkt. Diese Abende hatten eine Qualität, die ich nirgendwo sonst gefunden habe, nicht genau rücksichtslos, aber schwerelos. Als ob die gewöhnlichen Regeln des Lebens zugestimmt hätten, am Strand zu warten, während wir im Wasser waren.
NIGHTSWIMMING ist der Duft dieses Gefühls. Das Meer öffnet seine ozonische, salzige Kante, die warme Luft eines Abends, der nicht enden will. Kokosnuss und Treibholz schweben wie der Rest des Nachmittags, der noch an allem haftet, durch die Mitte. Am Grund legen sich Moos und Sandelholz langsam nieder, das Ufer bei Nacht, das dunkle Wasser, die besondere Melancholie eines Moments, in den man sich bereits ein wenig verliebt hat, um ihn zu verlieren.