Arbeitszimmer

Ich wuchs auf dem finnischen Land in einer kreativen Familie auf; meine Eltern malten, meine Tanten nähten, meine Cousins spielten Instrumente. Ich hatte mein eigenes Zimmer, in dem ich ganze Nachmittage damit verbrachte, Dinge zu erschaffen, umgeben vom warmen, trockenen Geruch spitzer Bleistifte, von Farbpigmenten, die auf einer Oberfläche ausgelegt waren, von etwas Halbfertigem, das in der Mitte liegen geblieben war, denn es gab ja immer ein Morgen. WORKROOM eröffnet mit der sauberen Helligkeit von Bergamotte und Zitrone, Lavendel und warmen Gewürzen in der Mitte und Zedernholz und Amber in der Basis – der Duft eines Raumes, in dem ein Geist in aller Ruhe arbeitet, ungehetzt und ganz zu Hause.

Meine Eltern waren kreative Menschen. Meine Tanten nähten. Meine Onkel und Cousins spielten Instrumente. Auf dem finnischen Land aufzuwachsen, wo die Natur den Rhythmus des Lebens bestimmt und die Jahreszeiten keine Vorschläge sind, bedeutete, dass Kreativität einfach das war, was drinnen geschah, leise, beharrlich, in den Ecken der Zimmer.

Ich hatte meine eigene Ecke. Ein Zimmer, das, ohne dass es jemand so nannte, zu meinem Arbeitszimmer wurde. Ich malte darin, zeichnete darin, spielte schlecht Klavier und dann weniger schlecht. Was ich am meisten erinnere, ist nicht das, was ich geschaffen habe, sondern die Atmosphäre des Schaffens; der besondere Geruch eines frisch gespitzten Bleistifts, die auf einer Leinwand ausgelegten Farbpigmente, etwas Halbfertiges, das mitten im Raum liegen blieb, weil das Licht sich geändert hatte und es ja immer ein Morgen gab.

Dieser Duft, trocken und warm und still konzentriert, mit etwas Hellem darunter, ist ein Duft, zu dem ich mein ganzes Leben lang zurückgekehrt bin. Er lebt in Ateliers und Musikzimmern und in den hinteren Ecken von Kunstschulen. Er ist der Duft eines arbeitenden Geistes, ungehetzt.

WORKROOM eröffnet mit der klaren Helligkeit von Bergamotte und Zitrone – der scharfen Klarheit eines Bleistifts, der über Papier gezogen wird, Licht, das morgens durch ein Fenster fällt. Lavendel und warme Gewürze setzen sich in der Mitte ab, die angenehme Tiefe eines Nachmittags, der ganz mit etwas verbracht wird, das man liebt. An der Basis halten Zedernholz und Amber alles an seinem Platz, warmes Holz, sanftes Licht, der Raum am Ende des Tages, in dem alles noch genau dort ist, wo man es verlassen hat.